• Valérie Reding

DIY Whipped Body Butter

Aktualisiert: 17. Okt 2018


DIY Whipped Body Butter (©ValérieReding)

Neben den regelmäßigen allergischen Reaktionen, Pickelausbrüchen und spontanen Rötungen in diversen Lebenssituationen, hat empfindliche Haut zumindest den Vorteil, dass sie sofort sichtbar und fühlbar macht, wenn Hautprodukte nicht besonders „gesunde“ Inhaltsstoffe enthalten. Unsere Haut ist das größte Organ unseres Körpers und da sie eine große Absorptionskapazität hat, sollten wir sehr achtsam sein, was wir auf unsere Haut schmieren! Da ich selbst sehr empfindliche Haut habe, bin ich schon seit langer Zeit auf natürliche Hautpflege mit minimalen Inhaltsstoffen umgestiegen. Für diejenigen unter euch, die gerne selbst Hand anlegen, zeige ich euch heute mein Lieblingsrezept für die Herstellung einer reichhaltigen und luftig leichten Körperbutter - perfekt für kalt-feuchte Herbsttage. Ich verspreche euch ihr werdet nicht mehr als 10 Minuten dafür brauchen - und euer Körper wird es euch danken! <3


ZUTATEN

  • 50g Bio Cocoa Butter

  • 50g Bio Shea Butter

  • 50g Bio Kokosfett

  • 50g Bio Aprikosenkernöl (alternativ: Macadamianuss-, Argan- oder Rosenöl)

  • und eventuell eine Vanilleschote, Vanilleextrakt, Bittermandelaroma oder ätherische Öle, um der Crème euren Lieblingsduft zu verleihen - je nach Geschmack und Verträglichkeit!

Cocoa Butter und Kokosfett bekommt ihr in jedem Bioladen, sowie im Coop und von Alnatura in der Migros; reine Shea Butter und diverse Bio-Öle bekommt ihr am günstigsten online. Ich verwende z.B. die unraffinierte Shea Butter und das Aprikosenkernöl von der Marke Naissance, sowie Macadamianussöl von Fandler, Aragnöl von The Body Source und Rosenöl von Aromatika.

von links nach rechts: Cocoa Butter, Aprikosenkernöl, Kokosnussöl und Shea Butter (©ValérieReding)

ZUBEREITUNG

Einfach Cocoa und Shea Butter sowie Kokos- und Aprikosenkernöl zusammen mit der Vanilleschote in einem Wasserbad unter langsamem Rühren solange erhitzen, bis alles geschmolzen ist. Vanilleschote herausnehmen, in eine mittelgroße Schüssel geben und für ca. 10 Minuten in den Tiefkühler stellen, bis die Ölmischung wieder fest (aber Achtung: nicht zu fest!) geworden ist. Falls ihr für den Duft der Crème noch ätherische Öle hinzugeben möchtet, ist jetzt der richtige Moment ein paar Tropfen dazuzugeben. Anschließend die Mischung mit einem elektronischen Handbesen solange rühren, bis die luftige Konsistenz von Schlagsahne erreicht ist. Fertig! :)

Diese Whipped Body Butter habe ich mit Aprikosenkernöl hergestellt und mit einer Vanilleschote und mit den ätherischen Ölen "Vanilleextrakt" von Aromalife sowie "Kakao-Extrakt" von Farfalla aromatisiert. (©ValérieReding)

Cocoa Butter:

Da ihr Schmelzpunkt erst zwischen 30-38°C liegt, sorgt sie dafür, dass die Crème stabil bleibt, nachdem sie aufgeschlagen worden ist. Zudem duftet sie herrlich nach Schokolade!


Shea Butter:

Dieses Fett ist unheimlich reichhaltig, wirkt rückfettend und beruhigend.


Kokosfett:

Dank der darin enthaltenen Laurinsäure wirkt Kokosfett antimikrobiell und hat dank seiner hohen Konzentrationen an Vitaminen und Mineralstoffen eine reparierende Wirkung.


Aprikosenkernöl:

Dieses Öl ist flüssig bei Raumtemperatur. Damit die geschlagene Hautcrème hergestellt werden kann, benötigt ihr zumindest ein flüssiges Öl. Es ist bestens für extrem sensible und trockene Haut geeignet.

Diese Whipped Body Butter habe ich mit Macadamianussöl hergestellt und mit Bittermandelaroma, einer Vanilleschote sowie dem ätherischen Öl "Orange Süß" von Aromalife aromatisiert. (©ValérieReding)

Macadamianussöl:

Macadamianussöl hat für ein Pflanzenöl einen sehr untypisch hohen Palmitoleinsäure-Gehalt; einer Fettsäure, die primär in tierischen Fetten enthalten ist. Dank der Palmitoleinsäure lässt sich das Öl leicht verteilen und zieht besser in die Haut ein. Macadamianussöl ist besonders geeignet für trockene, spröde und sensible Haut, da seine Fettsäurezusammensetzung dem des menschlichen Sebums ähnlich ist. Es wirkt hautglättend, regenerierend und macht die Haut weich wie einen Babypopo! ;)


Arganöl:

Da die traditionelle Gewinnung von Arganöl sehr arbeits- und zeitaufwändig ist und in reiner Handarbeit von Berberfrauen durchgeführt wird, gehört dieses Öl in seiner reinen Form zu den teuersten Ölen. Eine der Besonderheiten des Arganöls ist sein hoher Tocopherol-Gehalt; Tocopherole unterstützen die Hautfunktionen und wirken oxidativen Prozessen entgegen. In anderen Worten: es wirkt anti-aging! ;) Das kostbare Öl gilt daher als hervorragendes Öl für trockene und reife Haut. Auch erkrankte Haut (z.B. bei Dermatosen, Akne und Hautallergien) profitiert von dem im Arganöl enthaltenen Fettsäuren wie die Palmitin- und Linolsäure, da sie helfen die hauteigene Barrierefunktion wieder aufzubauen.


Falls ihr noch mehr über die unglaubliche Heilkraft und spezifischen Eigenschaften von Ölen erfahren möchtet, könnt ihr dies auf der Webseite von Olionatura nachlesen:

https://www.olionatura.de/oele-und-buttern/


Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Mixen und Entdecken eurer Lieblingsölkombination! :)


xx

Valérie